Das Erbbaurecht stellt in der Praxis hohe rechtliche und bewertungsfachliche Anforderungen. Unterschiedliche Ausgestaltungen, komplexe Vertragsinhalte und besondere Regelungen im Sicherheiten- und Bewertungskontext machen eine fundierte Einordnung unerlässlich. In diesem Seminar erhalten Sie einen systematischen Überblick über die relevanten Erscheinungsformen des Erbbaurechts und deren Auswirkungen auf Bewertung, Beleihung und Verwertung.
Behandelt werden sowohl die Entstehung und vertragliche Ausgestaltung als auch zentrale Regelungsinhalte wie Erbbauzins, Vorkaufsrechte und Heimfall. Anhand praxisnaher Beispiele werden typische Problemstellungen erläutert, etwa bei Überbaufällen oder beim Erlöschen des Erbbaurechts durch Zeitablauf und dessen Folgen für bestehende Grundschulden. Auch besondere Konstellationen wie die mündelsichere Grundschuld nach § 20 ErbbauRG werden rechtlich eingeordnet.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beleihbarkeit von Erbbaurechten und der sachgerechten Wertermittlung. Die Bewertungsmethodik zur Ermittlung des Beleihungswertes nach dem Standardverfahren (Münchener Verfahren nach Alfred Werth) wird nachvollziehbar und praxisorientiert dargestellt. Das Seminar vermittelt damit eine belastbare Grundlage für den sicheren Umgang mit Erbbaurechten im Bewertungs- und Finanzierungskontext.
Themenschwerpunkte
- Erscheinungsformen des Erbbaurechts und deren rechtliche Einordnung
- Entstehung, Vertragsgestaltung und typische Vertragsinhalte
- Erbbauzins, Vorkaufsrecht, Heimfall und Erlöschen des Erbbaurechts
- Auswirkungen auf Grundschuld und Sicherheiten
- Überbaufälle und Opfergrenze in der Praxis
- Mündelsichere Grundschuld nach § 20 ErbbauRG
- Beleihbarkeit und Beleihungswertermittlung nach dem Münchener Verfahren
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