Grundbucheintragungen und dingliche Belastungen können den Wert einer Immobilie erheblich beeinflussen und stellen Sachverständige sowie Bewertende regelmäßig vor anspruchsvolle Fragestellungen. Insbesondere bei Immobilien im ländlichen Raum und im landwirtschaftlichen Umfeld ist eine fundierte Einschätzung von Rechten und Lasten unverzichtbar, um belastbare Verkehrswertgutachten zu erstellen.
In diesem Seminar erhalten die Teilnehmenden einen praxisorientierten Überblick über die Bewertung relevanter Grundbucheintragungen und deren Auswirkungen auf den Immobilienwert. Behandelt werden sowohl klassische Belastungen wie Altenteile, Leibgedinge, Leitungsrechte und Dienstbarkeiten als auch aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit Photovoltaik-, Biogas- und Windkraftanlagen. Darüber hinaus werden dinglich gesicherte Bewirtschaftungsauflagen, Naturschutzmaßnahmen, Ökopunkte sowie Ausgleichsflächen und deren wertrelevante Auswirkungen erläutert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf aktuellen Herausforderungen wie Stilllegungsverpflichtungen, sogenannten „roten Gebieten“, Patronaten und Rückauflassungsvormerkungen. Zudem wird die Bedeutung dieser Rechte und Belastungen im Rahmen von Zwangsversteigerungsverfahren betrachtet.
Anhand zahlreicher Praxisbeispiele lernen die Teilnehmenden, typische Bewertungsprobleme sicher zu erkennen, deren Auswirkungen sachgerecht einzuordnen und die Bewertung von Rechten und Lasten im Grundbuch nachvollziehbar und rechtssicher durchzuführen.
Themenschwerpunkte
- Bewertung von Altenteilen und Leibgedingen
- Leitungsrechte und sonstige Dienstbarkeiten
- Grundbuchrechte im Zusammenhang mit Photovoltaik-, Biogas- und Windkraftanlagen
- Dinglich gesicherte Bewirtschaftungsauflagen, Naturschutzmaßnahmen und Ökopunkte
- Ausgleichsflächen und deren Auswirkungen auf den Verkehrswert
- Bewertung von „roten Gebieten“, Stilllegungen, Patronaten und Rückauflassungsvormerkungen
- Auswirkungen von Rechten und Lasten auf Zwangsversteigerungsverfahren
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